Berlin Art Week 2026
Im Vorfeld des Berliner Hörspielfestivals, das dieses Jahr unter dem Motto ›Übersteuert‹ steht, richtet das Festival der freien Szene dieses Jahr seine besondere Aufmerksamkeit auf die freien Community Radios, die Einblicke in ihre künstlerische und soziokulturelle Arbeit gewähren.
Mit dabei sind:
- Cashmere Radio (Berlin), Koloniestraße, 13357 Berlin-Wedding
- Refuge Worldwide
- Mutant Radio (Tbilisi, Georgien / Berlin)
- Radio Industry / Radio Woltersdorf, Schleusenstraße 34, 15569 Woltersdorf
Anmeldungen bitte unter: info@berliner-hoerspielfestival.de
Freitag, 11. September 2026 – Featured Night: Freies Radio
18.00 – 22.00 Uhr / Live Radio-Show, Performance, Klang-Installation
20.00 Uhr / Noise-Performance von MA[RIFA beim Cashmere Radio (Koloniestraße, 13357 Berlin)
MA[RIFA ist ein gemeinschaftliches Projekt von Tuce Alba und MAF, das von tiefem Zuhören und einer gemeinsamen Sensibilität für Raum, Material und Präsenz geprägt ist; dabei steht der Prozess, der sich durch intuitive Erfahrung, gegenseitiges Vertrauen und Einstimmung entfaltet, über den einzelnen Beiträgen. Was auch immer in einem bestimmten Raum entsteht, gehört niemandem, es existiert nur in dem Moment, den sie gemeinsam festhalten oder loslassen.
Tuce Alba, geboren 1996 in der Türkei, ist Architektin, Musikerin und Klangkkünstlerin. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht Klang als Material zur Gestaltung zeitlicher und räumlicher Erfahrungen. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit langsamen Veränderungen, minimalen Bewegungen und der Körperlichkeit klanglicher Texturen. In ihren Live-Auftritten erzeugt sie rohen, schweren Lärm, Verzerrungen, tiefe Bässe und Rückkopplungen. Inspiriert von der brutalistischen Architektur behandelt sie Klang wie eine feste Form, die sie in Echtzeit zerbricht und neu formt. Keine Melodie, keine Sanftheit—nur pure Energie. Jede Performance ist somit sowohl eine spirituelle als auch eine körperliche Begegnung, die ebenso sehr gefühlt wie gehört werden soll.
MAF (Mental Alchemic Formations) ist das kreative Konzept und die Identität des Künstlers, Sängers, Komponisten, Kurators, Schriftstellers und DJs Chris McWayne. Im Mittelpunkt von MAFs Arbeit steht die Erforschung von Stimme und Handlungsfähigkeit, oft aus der Perspektive nicht-menschlicher Wesen als Subjekte und Metaphern für Gemeinschaften, die innerhalb der Gesellschaft marginalisiert oder ›ausgegrenzt‹ werden, mit besonderem Fokus auf die Erfahrungen der schwarzer Menschen.
Nur mit Voranmeldung über: info@cashmereradio.com
Samstag, 12. September 2026 – Featured Day: Freies Radio
18.00 Uhr / „Porös“ – Stimmperformance von Oda Starheim/ Cashmere Radio
Es geht um das Singen am Rande der Stimme, in und außerhalb von Körpern, in und außerhalb von Hohlräumen. Durch erweiterte Gesangstechniken und die Live-Bearbeitung spürt die Performerin den Zerbrechlichkeiten und den Grenzen ihrer Stimme nach. Einer Stimme, die niemals zur Ruhe kommt, sondern sich vervielfacht, auflöst, mutiert, entfremdet, verzerrt. Das Stimmbild entsteht nicht nur als körperliche Empfindung im Hals, sondern als erweiterte Ausdrucksform; als Bewegung und Bewegungslosigkeit, als Chaos und Stille.
12.00 – 20.00 Uhr / Radio Woltersdorf
Radio Woltersdorf / Radio Industry werden die Türen der Studios öffnen. Sie feiern 10 Jahre Radio Woltersdorf an der Schleuse und die Idee der Community Radios. Besucherinnen und Interessierten stellen sie ihre Redaktionen, Projekte und Studios vor, in denen zeitgleich Ausstellungen stattfinden. Im Lokal gibt es Getränke & Co. zu Talk Sessions, der Plattenladen hat geöffnet, auf der Terrasse legen Künstlerinnen Musik auf, und vor der Tür steht ein offenes Mikrofon. Sie laden ein in den Artist-Run- und Community-based-Space an der Schleuse. Es geht um die verbindende Kraft von Community Radios und Kunst sowie um die Zukunft der Radiowelle im Zeitalter der künstlichen Intelligenz – und sie fragen/sagen euch, was Kunst mit Radio und Radio mit Kunst zu tun hat. Das Raumensemble an der Woltersdorfer Schleuse besteht, aus dem Plattenladen Spielerei, dem Studio für Radio + Grafik, dem Lokal (Radiobar) und dem Studio II, welches aktuell von der Stiftung Kunstfonds Plattformen 2026 gefördert wird. Die Studios sind der Sitz von Radio Woltersdorf (BFR) und von Radio Industry, dem Festival für Kunst + Gegenwart, direkt am Berliner Stadtrand—und die Tram 87 fährt bis vors Studio.
Festival an der Akademie der Künste
Donnerstag, 17. September 2026 – Arbeitstreffen (#LBM)
10.30 – 18.30 Uhr / Das lange brennende Mikro (#LBM)
Die Nominierten für den Wettbewerb Das lange brennende Mikro (Stücke mit einer Länge von 20-60 Minuten) diskutieren mit den Rundfunk-Dramaturg*innen. Feedbackrunde mit Hörspielausschnitten.
10.30 bis 13.00 Uhr
Elena Ubrig: Die Abteilung für elektrische Ohren / 23:15 ★
Forschungsgruppe Detektor: Die Entsiegelung einer Ecke / 40:01
Mariola Brillowska: Frau in Blau sucht n Mann / 55:49
Anderer Kunstverein e.V.: Mamluk Versuch #3 / 47:53
14.00 bis 16.00 Uhr
Dimitri Kousis, Boris Ghanem: Pangée / 60:00 ★
Giacomo Bagni, Veronica Lugaro: Parallele / 28:44
Mirjam Zeise: Sie ist eine Rose im Tal / 25:35 ★
16.30 bis 18.30 Uhr
Jess Hamilton, Freya Mulvey: SOIL Rewilding the Underground / 44:33
Jörg Piringer: verbrenner / 51:25
Kamala Dubrovnik, Max Hurlebaus: Weltraumradio Satinfunk / 38:16 ★
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung 20.09.2026, 21.30 Uhr). Das Fachjurygespräch und die Preisverleihung für Das lange brennende Mikro findet statt am: 20.09.2026, ab 15.00 Uhr.
Alle Stücke können während des Festivals in der Lauschinsel gehört werden!
Freitag, 18. September 2026 – Das glühende Knopfmikro (#GKM)
11.00 – 12.00 Uhr / Kling Klong
Präsentation und Gespräch
Blind eund sehbeeinträchtigte Schüler*innen der Berliner Zeune-Schule haben mit Stella Luncke und Josef Maria Schäfers Kurzhörspiele produziert. Es gibt Hörbeispiele sowie ein Gespräch mit den Macher*innen.
Moderation: Stella Luncke
13.00 – 14.00 Uhr / Hörspiel, einfach – einfach Hörspiel!
Präsentation und Gespräch zum Hörspielworkshop mit der Lebenshilfe
Moderation: Stella Luncke
15.30 – 17.00 Uhr / Audiowalk-Award und Präsentation
17.30 – 18.30 Uhr / Das glühende Knopfmikro (#GKM) – Teil 1
Wettbewerb für Hörstücke von 1 bis 5 Minuten
Christina M. Marras: A Woman In Her 30s / 03:00
Doreen Ignaszewski: αυτή (Sie) / 02:55 ★
Ingrid Adler: FemFrequency – Ein Lebenskaleidoskop / 04:57 ★
Dana Schuster: Tanz mit mir / 04:11
Leonie Kluth: How to Louvre / 03:00 ★
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung 20.09.2026, 21.30 Uhr).
19.00 Uhr / Eröffnung des Festivals
Eröffnungsrede mit Andreas Ammer und Vertretern des Berliner Hörspielfestivals e.V.
19.30 – 20.30 Uhr / Ute Wassermann & Joke Lanz: Half dead-Half alive / Konzertperformance
In Half dead-Half alive verbinden sich Stimme und Turntables sich zu einem grenzüberschreitenden akustischen Trip am Kipppunkt zum Kontrollverlust, doch auf virtuose Weise nie die Kontrolle verlierend.
Das Duo Lanz-Wassermann-Duo nimmt das Publikum auf eine Achterbahn vokaler, physischer und elektro-akustischer Aktionen. In einer Tour de Force mischen sich Schnipsel von Field Recordings mit technoiden Rhythmen, cartoonhaften Sprachfetzen, verdrehten Melodiefragmenten, Stop-and-Go-Grooves und Loops. Turntableist Joke Lanz kombiniert rituellen Reduktionismus mit anarchistischer Verspieltheit und atmosphärische Klanglandschaften mit Cut-up-Noise: Massive Scratches, Soundwalls, Grooves, Loops, Noises und Stimmmodulationen. Dies trifft auf Ute Wassermanns Extrem-Gesang, auf ihre mit Vogelpfeifen und Objekten markierte Stimme, die eine Klangwelt von Vogel- und Insektenstimmen, elektronischen und maschinenähnlichen Geräuschen, sowie fragmentierter Sprache erzeugt.

ab 21.00 Uhr / Das glühende Knopfmikro (#GKM) – Teil 2
Wettbewerb für Hörstücke von 1 bis 5 Minuten
Vivien Schütz: Red Card / 03:00
Bernhard Studlar: Antikapitalistisches Globalbrot / 05:00 ★
Adi Traar: RELAXXX / 05:00
Thomas Breher: Verifiziert / 04:48
Jörn Kucharzeck: Wir haben euch gewarnt / 02:25 ★
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung 20.09.2026, 21.30 Uhr).
anschließend: Preisverleihung (Publikumsvoting) für Das glühende Knopfmikro (#GKM) 2026
Samstag, 19. September 2026 – Das kurze brennende Mikro (#KBM)
13.00 – 14.30 Uhr / Podiumsgespräch
Wieso? Weshalb? Warum? Das kleine www des Freien Radios
15.00 – 16.30 Uhr / Werkstattgespräch mit Andreas Ammer
17.00 – 19.00 Uhr / Das kurze brennende Mikro (#KBM)
Wettbewerb für Hörstücke von 5 bis 20 Minuten, Teil 1 – mit Publikums-Voting
Robert Schoen: Im Anfang war das Rauschen / 09:39
Luka Lenzin: Die Nachtrichen / 09:25 ★
Carsten Brandau: 2 / 15:00
Thomas Breher: Unerzählbar / 19:42
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung 20.09.2026, 21.30 Uhr).
19.30 – 20.30 Uhr / Marc Matter: Language Monsters
In dieser sprachbasierten Sound Performance verbinden sich abstrakte Sprachfetzen, aus unterschiedlichen Zusammenhängen gerissene Fundstücke (Schlagzeilen, Radionachrichten, Interviews) und ausgewählte Passagen aus Hörspielen zu einem nervös pulsierenden Ganzen und provozieren semantische Kollisionen mit offenem Ausgang. Eine Art ‚Sample Poetry‘, die sich aus verschiedenen musikalischen und dichterischen Einflüssen speist – von Noise und Techno bis hin zu Cut-Up, konzeptueller Poesie, Unsinnsdichtung und Sprachspiel. Die musikalischen Aspekte ergeben sich rein aus Sprachklängen, die streckenweise elektronisch entfremdet werden. Im besten Fall mutiert das alles zu monströsen sprachlichen Einbildungen in den Köpfen des Publikums und facht die schiere Freude an tosenden Sprachüberraschungen an.
Marc Matter (*1974 in Basel, CH) arbeitet künstlerisch und forschend im Bereich zwischen Sound und Sprache. Seine Arbeiten erscheinen auf Schallplatten (Futura Resistenza, Chocolate Monk, Mount Analogue, Slim Volume, Spoken Matter), als Auftragsarbeiten für das Radio (Deutschlandfunk Kultur, SWR, WDR) und werden ebenso live als Performances realisiert. Das alles basiert auf vorgefundenem Material, akustischen Bruchstücken aus den Medien, also Samples aus Radio, Fernsehen und dem Internet. Diese Fragmente werden neu kombiniert und zu Loops geschnitten oder akustischen Batzen angehäuft, was zu quasi-musikalischen Strukturen führt und Kollisionen von Klang und Bedeutung provoziert.
“Marc Matter first came around as part of Institut fuer Feinmotorik, The Durian Brothers, diskant label and Salon des Amateurs and has been politely shoving vocal recordings through various sorts of blenders ever since.“ (Angela Sawyer)

17.00 – 19.00 Uhr / Das kurze brennende Mikro (#KBM)
Wettbewerb für Hörstücke von 5 bis 20 Minuten, Teil 2 – mit Publikums-Voting
Jürg Andreas Meister: Milchhunde / 13:12
Gerald Pirner: El Guernica – Ein Hörbild / 15:01
Caroline Mudingo: Transcontinental with Sarah Lubala / 15:26
Stephan Dorn: Mus musculus volans / 09:03
Stéphane Borrel: La Grenouille de Lycie / 05:17
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung 20.09.2026, 21.30 Uhr).
23.00 Uhr / Preisverleihung Das kurze brennende Mikro (#KBM)
Im Anschluss: Party!
Sonntag, 20. September 2026 – Der MikroFlitzer (#DMF)
13.00 – 14.30 Uhr / DBSV Workshop-Präsentation
Präsentation der Ergebnisse und Erlebnisse des Hörspielworkshops für Menschen mit Sehbehinderung mit dem DBSV und Teilen des Teams des Berliner Hörspielfestivals.
ca. 13.00 Uhr / Führung durch das E-Studio der AdK
Führung durch das Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste mit Studioleiter Malte Giesen.
15.00 – 17.30 Uhr / Das lange brennende Mikro (#LBM)
Gespräch der Fachjury des Wettbewerbs für Stücke von 20-60 Minuten mit Preisverleihung und Laudatio. Im Anschluss wird das Gewinnerstück gespielt.
Moderation: Jochen Meißner (Juryvorsitz)
18.00 – 19.00 Uhr / Der MikroFlitzer (#DMF) / Stücke bis maximal 60 Sekunden!
Wettbewerb für einminütige Hörstücke, die in nur zwei Wochen produziert wurden und den Satz „Ich kann das alles nicht mehr hören!“ sowie das Geräusch überschießender Hoffnung enthalten. Mit Publikums-Voting.
Gabriele Heller: Nothing but hope
Armin Himmelrath: Halt’s Maul
Peter Vittoria: Leon geht es gut
Nic Romm: Wer lässt den Sack platzen?
Lisa Paladino: Das Einhorn
Andreas Miller, Christian Huchthausen: Ketchup oder Mayo ★
Helmut Hostnig: Trump
Silvina Iris Himmelrath: Stille ★
Timo Sieke: Kraft Spray
Alexander Scheutzow: Hoffnung für Dich!
Hörspiele mit ★ sind Debütwerke und konkurrieren zusätzlich um den spartenübergreifenden Förderpreis „Das zündende Mikro“ (Preisverleihung im Anschluss).
19.30 – 20.30 Uhr / Kamerun-Qrella-Group & UdK-Absolventen: Getöse
Was passiert mit Sachen, die „normalerweise“ weggeschnitten werden? Wie klingen sie, wenn man sie an einem Ort zusammenfügt, sie dort zu einem neuen, einem anderen Ganzen verdichtet? Die Klangversammlung „GETÖSE“ will herausfinden, was passiert, wenn Dinge, die sonst im „roten Bereich“ gemuted sind, wieder hörbar gemacht werden.
Dafür machen sie die Bühne der Akademie der Künste zu einer temporären Begegnungsstätte für Formen und Menschen, Sounds und Texte, Ton- und Sprachspielerinnen, die sich so sonst nicht begegnen würden – und schneiden dabei einen einmaligen Live-Ton-Film (ohne Probe) zusammen. Die Musikerinnen Masha Qrella und Schorsch Kamerun, die Schauspielerin Mareike Beykirch (Deutsches Theater) und der Masterstudiengang „Sound Studies and Sonic Arts“ der Universität der Künste werfen sich für das Hörspielfestival eine gute Stunde lang in ein kollektives Getöse. Weil wir alle davon überzeugt sind, dass auch unüberprüfte Positionen an einem Ort verhandelbar sind, der kein Terrain feindlicher Fremde darstellt.

Schorsch Kamerun (*1963 in Timmendorfer Strand) ist Musiker, Theaterregisseur und Autor sowie Mitbegründer der Hamburger Punkband „Die Goldenen Zitronen“. Seit den 1980er-Jahren zählt er zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Pop- und Theaterkultur. Seine Theaterarbeiten entstehen häufig ortsspezifisch und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen. Sie verbinden dokumentarische Recherche, musikalische Elemente und partizipative Verfahren mit vielschichtigen Untersuchungen gesellschaftlicher und urbaner Transfomationsprozesse. Für seine WDR-Produktion „Ein Menschenbild, das in seiner Summe Null ergibt“ erhielt er 2007 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Sein Romandebüt „Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“ erschien 2016 im Ullstein-Verlag.
Masha Qrella (*1975 in Ost-Berlin) ist Musikerin, Komponistin und Produzentin. Seit den 1990er-Jahren prägt sie mit ihrer eigenständigen Verbindung von Indie-Pop, Elektronik und experimenteller Musik die deutsche Musikszene. Mit dem 2021 erschienenen Album „Woanders“, auf dem sie Texte des Schriftstellers Thomas Brasch vertont, schuf sie ein viel beachtetes Werk an der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance – „eine der wichtigsten Auseinandersetzungen mit Identität im deutschsprachigen Pop“ (Musikexpress). Neben ihrer Soloarbeit komponiert sie regelmäßig für Theater-, Film- und Hörspielproduktionen und entwickelt Musik, die atmosphärische Klangräume mit literarischen und erzählerischen Bezügen verbindet.
Hinter der KAMERUN QRELLA GROUP stecken Masha Qrella (Ost) und Schorsch Kamerun (West). Auf ihrem für November 2026 angekündigten Debütalbum „Abteilung Blühende Landschaften“ erkunden sie im künstlerischen Dialog die Geschichte der deutsch-deutschen Wiedervereinigung und ihrer Folgen: von bröckelnden Utopien ebenso wie von den einst darin eingeschriebenen Versprechen und Hoffnungen. Dem kulturpolitischen Scheitern und den damit verbundenen Verletzungen setzen sie ihre sprachlich-musikalische Verständigung entgegen, vertrauen dabei auf die verbindende Kraft der Kreativität und erteilen ausgrenzendem Populismus eine klare Absage. Die KAMERUN QRELLA GROUP entwirft eine Ost-West-Popkultur, die das Miteinander zur Strategie und gelebter Praxis macht – für „alle noch am Leben“ (aus „An den Reglern“, der ersten Singleauskopplung).
21.00 – 21.30 Uhr / Uraufführung DZM 2025
Die Gewinner des Berliner Hörspielfestival-Förderpreises Das zündende Mikro für Erstlingswerke von 2025, stellt ihr neues Stück vor. Seien Sie gespannt …!
21.30 Uhr / Preisverleihungen und Laudationes
Preisverleihung Das zündende Mikro 2026 durch den Berliner Hörspielfestival e.V.
Preisverleihung Der MikroFlitzer 2026 (Publikumsvoting)
Anschließend: Festival/Aus/Klang
