Hier findet ihr die Selbstbeschreibungen der Künstlerinnen und Künstler ihrer Werke …

Kategorie: Das lange brennende Mikro (#LBM)

Das lange brennende Mikro ist die Kategorie der Hörspiele mit einer Länge von 20 bis 60 Minuten. Der Gewinner wird von einer Fachjury gekürt …

Die Hörstücke können vor Ort in voller Länge in unserer „Höhle der Brennenden Mikros“ gehört werden – entweder on demand mit Kopfhörern oder zu festen Zeiten in Anwesenheit der Macher*innen, mit Publikumsgespräch im Anschluss. Die Spielzeiten werden in Kürze hier bekannt gegeben sowie vor Ort ausgehängt.

Das Jurygespräch und die Preisverleihung finden am Sonntag, 20. September, um 16 Uhr im Clubraum statt.  Das Arbeitsgespräch mit Dramaturg*innen ist am Donnerstag, 17. September, ab 11 Uhr.

Elena Ubrig: Die Abteilung für elektrische Ohren / 23:15

Ich reise in die Stadt der Organe, um mein linkes taubes Ohr gegen ein elektrisches Ohr einzutauschen …

Hörtests und Untersuchungen mit spitzen Lupen werden vorgenommen. Eine tiefe Stimme wirft zusammenhangslose Einsilber in den luftleeren Raum und dumpfe Stille hämmert aufs Trommelfell. In den Zwischenräumen erklingt die Stimme eines Mannes, der vom Leben mit der Schwerhörigkeit erzählt und über die Welt zwischen Hören und Hörverlust nachdenkt.

Das Stück entstand im Rahmen des Seminars „Hörspiellabor“ an der Kunsthochschule für Medien Köln und wurde zusammen mit den anderen Stücken aus dem Seminar beim Kölner Kongress 2026 im Deutschlandfunk ausgestellt (kein redaktioneller Einfluss des Dlf). Recherche: pers. Auseinandersetzung mit der Frage, ob ich mir ein CI an meinem linken tauben Ohr einsetzen lassen soll + Gespräche mit Mitgliedern der Selbsthilfegruppe CI-Schlappohren Köln

Forschungsgruppe Detektor: Die Entsiegelung einer Ecke / 40:01

Erika sucht eines Abends einen Parkplatz für einen großen Umzugstransporter …

Dabei verwandelt sich ihre vertraute Umgebung: Unheimliche Anzugträger gentrifizieren ihre Straße, Nachbarschaften werden zu besitzergreifenden Albträumen, die Autobahn zu einem rauschhaften Freiraum. Halt findet Erika nur im sprechenden Pferd Francis, das von einem mythologisch anmutenden Parkhaus erzählt, in dem es Platz für alle Parkplatzlosen geben soll.

Das Hörspielkollektiv DETEKTOR entwickelt Live-Hörspiel-Performances, in denen im Setting eines fiktiven Forschungsversuchs die verborgenen Geschichten alltäglicher Objekte hörbar werden. Im Zentrum der Performance stehen original geschriebene Hörstücke. Das hier eingereichte Stück ist Zentrum der am 05.09.2025 uraufgeführten Detektor Performance „die Entsiegelung einer Ecke“. Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung und die Behörde für Kultur und Medien

Mariola Brillowska: Frau in Blau sucht n Mann / 55:49

Eine Handwerkerin am Rande des Wahnsinns zwischen Chaos, Kitsch und Weltrettung …

Eine Reise durch skurrile Reparaturen, technische Wunderwerke und die Suche nach dem richtigen Mann. Wenn das markante Blau der Arbeitskleidung im Türrahmen erscheint, zieht bei den Kunden Erleichterung ein oder das pure Chaos. Die Frau in Blau ist mehr als eine Handwerkerin. Sie ist eine Problemlöserin, die Technik, Absurdität und Seelsorge vereint. Ihr Tag ist ein Mosaik aus Schicksalen.

Das Hörspiel ist eine nie gesendete Autorenproduktion entstanden. Einzelne Parts innerhalb des Hörspiels wurden als „Echtzeit Serie“ gesendet.

Anderer Kunstverein e.V.: Mamluk Versuch #3 / 47:53 

In einem Café der Gegenwart sitzen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und …

erinnern sich. Ein Geschichtenerzähler beginnt die alte arabische Erzählung vom Mamluken Jaber: Um eine belagerte Stadt zu retten, lässt der junge Sklave sich einen geheimen Brief auf den rasierten Hinterkopf tätowieren, versteckt sich monatelang im Dunkeln, bis die Haare nachgewachsen sind, und riskiert dann sein Leben, um die Botschaft hinauszutragen.

(C) F. Klüsener

Dimitri Kousis, Boris Ghanem: Pangée / 60:00 

Pangée explores the fractured geographies of the Eastern Mediterranean in …

the aftermath of imperial collapse. Drawing on family history and archival research, the project traces the memory of displacement following the fall of the Ottoman Empire and the population exchanges between Greece and Anatolia. At the heart of the project is a travel notebook, the narrative structure through which exile, transmission, and identity take shape across generations.

This project is an 18-episode audio fiction series, conceived as an immersive sonic narrative blending historical depth with literary storytelling. Each episode unfolds a fragment of a larger story shaped by memory, exile, and identity. The full transcription has been carefully produced in English, ensuring accessibility and fidelity to the original tone and narrative structure.

Giacomo Bagni, Veronica Lugaro: Parallele / 28:44

Produced independently over six months, Parallele was …

built through street recordings, informal conversations, and spontaneous “radio tables” set up in the neighborhood. Rather than relying on institutional voices or explanatory frameworks, the work grew out of fragments, misunderstandings, refusals, and moments of unexpected recognition.

Mirjam Zeise: Sie ist eine Rose im Tal / 25:35

„Sie ist eine Rose im Tal“ ist eine zeitgenössische Auseinandersetzung …

mit den Bibelversen des Hohelied Salomos. Es behandelt wiederkehrende und zeitlose Themen wie Liebe, Sinnlichkeit, Dialog und ein Großwerden. Zwei Personen sind im Austausch über ihre romantische Beziehung. Mittels Rückblenden und Momentaufnahme werden Erwartungen, Ängste und die eigene Vergangenheit reflektiert. Wann habe ich zum ersten Mal Eifersucht gespürt? Muss ich alles teilen? Und: reiche ich aus?

Das Hörspiel ist eine studentische Produktion, ausgehend von einer Hochschulexkursion in diverse Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Manuskript wurde in enger Zusammenarbeit mit Lara Rüter entwickelt. Als Studentin der Burg Giebichenstein nutzte ich das Tonstudio der Hochschule. Die Sprecher:innen fanden durch einen Open Call zusammen oder sind Freund:innen und Kommiliton:innen. Ich übernahm den Schnitt und die Postproduktion erfolgte durch Konrad Ruda.

Jess Hamilton, Freya Mulvey: SOIL Rewilding the Underground / 44:33

SOIL: Rewilding the Underground is a narrative audio documentary …

that gives a voice to the hidden life beneath our feet. It follows First Nations custodians, farmers, scientists and communities as they connect with the underground to turn degraded dirt back into living soils, in order to safeguard our climate, health, food security and biodiversity. In Part 1: The Story of Soil, we follow human histories alongside organisms below ground as they interact to build the foundations for life.

The concept emerged from Freya Mulvey’s research into best practice legislation for protecting soils, which highlighted a critical gap in public understanding of soil as a living ecosystem. It has been released as a free, globally accessible storytelling tool to connect people to this vital movement.

Jörg Piringer: verbrenner / 51:25

verbrenner mäandert als Redestrom …

durch die Wortfelder von Feuer, Zerstörung und Asche, aber auch von Löschen und Ertrinken. Analog zu den sich ausbreitenden Bränden folgt die Sprachbewegung rhetorischen Gesten der Steigerung und Vermehrung und akzentuiert so die ökonomische oder sozialpsychologische Dimension des Begriffs „Verbrennen“. In der Verbindung mit dokumentarischen Quellen verdichten sich die ausgebreiteten Katastrophenerzählungen zu einem hyperreal-dystopischen Komplex.

Der Ausgangspunkt für das Stück ist stets die Stimme oder die Sprache, nur sporadisch unterstützt vom minimalistischen Einsatz synthetischer Sounds. Neben meiner eigenen Stimme kommen eine Reihe von KI-Stimmen zum Einsatz, die mittels Data-Bending Lautpoesie, Stimmchaos und Noise generieren und durch ihren ideosynkratischen Maschinenwahnsinn groteske Momente hinzufügen.

Jörg Piringer (Foto: eSeL)

Kamala Dubrovnik, Max Hurlebaus: Weltraumradio Satinfunk / 38:16

“Weltraumradio Satinfunk” ist ein immersives Audioformat zwischen …

Musik, Hörspiel und experimenteller Klangkunst. Spoken Word und Neo Soul verbinden sich mit persönlichen Texten und surreal-humorvollen Elementen. Im Zentrum stehen feministische, empowernde Inhalte. Ein fiktives Radio führt durch wechselnde Klangräume, strukturiert das Format und erzeugt vielfältige, teils absurde, teils poetische Hörsituationen.

Die Produktion entwickelte sich aus einer improvisatorischen Arbeitsweise, die sich mit dem Radio als Anker beschäftigt. Radiotypische Formen sowie journalistische Sprachmuster wurden zunächst spielerisch erprobt und satirisch behandelt. Kamala schrieb die Songtexte als feministische Spokenword Performance, Max komponierte dazu die Stücke. Die szenischen Teile wurden gemeinsam entwickelt und mit absurden und immersiven Interventionen ergänzt.


Kategorie: Das kurze brennende Mikro (#KBM)

Das kurze brennende Mikro ist die Kategorie der Hörspiele mit einer Länge von 5 bis 20 Minuten …

Der Gewinner wird vom Publikum gekürt!

Carsten Brandau: 2 / 15:00

Mit dem Zählen fängt es an.

Mit der Schlange, in der wir stehen. Die unter uns eine Reihenfolge festlegt. Eine Ordnung, die eine Hierarchie ist. Denn es geht um Macht. Um Besitz. Und folglich um Kontrolle. Dass es Bestand hat. Das Herrschaftssystem, in dem wir leben. Weshalb es immer wieder mit den Geschichten anfängt, die wir uns erzählen. Um eben dieses System zu verstetigen. Und deshalb fängt es auch immer wieder mit unseren kanonischen Bühnenfiguren an. Mit Marie und Carmen zum Beispiel.

Luka Lenzin: Die Nachtrichen / 09:25

Kennen Sie das, wenn Ihr Sprachzentrum über Nachrichten-Sprech stolpert …

und im freien Fall loslegt? ‚Die Nachtrichen‘ kultiviert Echolalie, spiegelt und demontiert Phrasen, nötigt der Radiostimme den Dialog mit dem privaten Headspace ab. Wenn „50’000 Arbeitsplätze verlorengegangen“ sind, warum geht die niemand suchen? Es treten außerdem auf: die Börsenkorrespondenz, ein Anrufer, das Staatsoberhaupt, ein Yoga-Teacher sowie der Chor internationaler Zuhörender. Das Private ist politisch.

Gerald Pirner: El Guernica – Ein Hörbild / 15:01

Ein riesiges Ölgemälde über Krieg und Faschismus und den Kampf dagegen, gesehen von einem Blinden, …

der es aus den Stimmen des Bildes heraushört. Der blinde Autor Gerald Pirner, lässt sich das Bild bei der Weltausstellung 1937 beschreiben. Im Rahmen eines Workshops zu „Kunsthörstücke“ der Werkstatt für interkulturelle Medienarbeit WIM (www.wim-berlin.de) und des Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) (www.dbsv.org) erarbeitet Gerald Pirner ein Hörstück bzw. ein Hörbild zu „Guernica“ von Pablo Picasso. Er realisiert es u. a. zusammen mit vier blinden Sprecher*innen.

Bild: Gerald Pirner

Etzel Mittnacht: Im Anfang war das Rauschen / 09:39

Das Rauschen als Ursprung von Welt und Kommunikation: …

Zwischen prozessierten analogen Radiosignalen erscheint Störung nicht als Fehler, sondern als produktiver „Parasit“ (Serres), der Ordnung erst hervorbringt. Während digitale Systeme Reinheit anstreben, arbeitet die KI mit Unsicherheit und Wahrscheinlichkeiten – sie findet Sinn im Rauschen. Eine klangliche Reflexion über Störung, Technik und die Bedingung von Bedeutung.
Analoges Rauschen trifft auf synthetische Prozesse.
Der Schnitt folgt der Abweichung.
Ein System im Aufbau und Zerfall zugleich.
Produktion als Lauschen ins Ungefähre

Stéphane Borrel: La Grenouille de Lycie / 05:17

La Grenouille de Lycie (The Frog of Lycia) takes advantage of …

a young woman’s rather peculiar laughter to give it a curious turn (a kind of imaginary, “fantastic” animality, in the romantic sense of the term), and imply that the grainy and staccato squeak of the voice would be a croak. The title, a nod to a myth taken from Ovid’s Metamorphoses, thus suggests that the character would be both woman and frog. In the coda, one hears an authentic pelophylax ridibundus (“laughing frog”). Laughing Tonalities are a cycle of short electroacoustic pieces that use laughter as essential sound material. At the beginning of this project, nearly three hundred people were specially solicited and recorded – the recorded laughter is natural, authentic, it is not the laughter of actors. Throughout the cycle, the musical writing is centered on the timbres, rhythms, and intonations of these different laughs, highlighting their similarities, their dissimilarities, their acoustic singularities.

Jürg Andreas Meister: Milchhunde / 13:12

Gefangen in einem Netz aus Bildern erreicht das Hörspiel-ich eine erpresserische Mail. …

Angeblich wurde es beim Pornoschauen gefilmt. Das Nachdenken über Liebe löst andere Erinnerungen: Da war einmal diese kleine Rosine namens Nasha, die nie auf die Welt kam. Weil die Protagonist:in es so wollte. Unter der Scham der Erinnerung sucht sie nach dem Kontakt zu sich selbst und der Lösung in den Widersprüchen der Liebe. Wie schön wäre es, wenn auch die sich mit ein paar Bitcoins kaufen ließe!

Die Erpressungsmail habe ich wirklich bekommen und nach dem anfänglichen Schreck auch etwas poetisches in ihr gespürt. Leider hat oqyxali@mailforspam.com nie auf meine Antwort reagiert. Schnell war der Bezug zu Barock da, zu Purcells „One charming Night“ und zur Frage nach Liebe durch die verschiedenen Jahrhunderte: ‚Wie leben wir zusammen? Wie kommen wir abends nach Hause zu einer geliebten Person, wie fühlt sich das an?‘

Stephan Dorn: Mus musculus volans / 09:03

Das erste Lebewesen, das eine Reise ins Weltall überlebte, …

war eine Hausmaus (lat. Mus Musculus) namens Laska. Ihr Flug im Jahr 1958 wird zum medialen Ereignis und markiert einen Wendepunkt der frühen Raumfahrt.
Dies ist ihre Geschichte.

Thomas Breher: Unerzählbar / 19:42

Manche Morgen beginnen bedeutungsschwer …

und manche beginnen in einer Zweizimmerwohnung in Oldenburg. Als ein klassischer Literatur-Erzähler versucht, das Leben der Zahnarzthelferin Maren zu erzählen, stößt er auf ein Problem: Maren hört ihn und sie hat nicht vor, sich passiv kommentieren zu lassen. Ein meta-komödiantisches Kammerspiel über eine Frau, die einfach Kaffee trinken will, und eine körperlose Stimme, die verzweifelt nach Relevanz sucht.

Hörspiele begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Heute produziere ich sie selbst. Die Plots entwickle ich eigenständig und nutze KI, um die Skripte zu finalisieren und zu verfeinern. Um den Figuren Leben einzuhauchen, generiere ich mit dem ElevenLabs Voice Design genau die Stimmen, die zu den Charakteren passen. Wenn die Dialoge stehen, übernehme ich den finalen Cut, das Sounddesign und die Musik in Adobe Audition.

Caroline Mudingo: Transcontinental with Sarah Lubala / 15:26

Sarah Lubala is a Congolese-born poet, who …

relocated to South Africa. Her debut collection,’A History of Disappearance‘ traces her experience as a Congolese-born immigrant. It is a beautifully written collection of poetry addressing displacement, mental illness, memory, pain, violence. In this episode, Sarah Lubala reads excerpts from her essay entitled ‚First Country‘. She touches on the longing for her mother country,Congolese women’s reproductive rights and her love for the women in her life.

Microgramme composed 5 pieces of music for this episode while I produced the show.
I am submitting this episode for consideration to showcase his craft.


Kategorie: Das glühende Knopfmikro (#GKM)

Das glühende Knopfmikro ist die Kategorie der Hörspiele mit einer Länge von einer bis 5 Minuten …

deren Gewinner vom Publikum gekürt wird.

Cristina Marras: A Woman In Her 30s / 03:00

What happens when the characters revolt against the writer?

That’s what happens in this meta-nightmare, where the protagonist literally calls out from the page to tell off the writer who keeps writing her dead. A piece that answers the question: how many settings and locations can you possibly pack within 3 minutes?

The piece was originally created to address Audio Flux 06’s prompt „creative tension.“ It plays with the idea of using cinematic soundscapes to layer scenery and characters, jumping from one fictional setting to the next while giving us a glimpse of the writer’s reality at the same time.

Doreen Ignaszewski: αυτή (Sie) / 02:55

„Αυτή (Sie)“ ist ein kurzes mehrsprachiges Hörstück über …

ein Gedicht, das durch Stimmen, Sprachen und Erinnerungen wandert. Griechisch, Deutsch, Englisch und Arabisch begegnen einander nicht als bloße Übersetzungen, sondern als klangliche Übertragungen. Im Mittelpunkt stehen Nähe, Fremdheit, Sehnsucht und das Hören selbst.

Ausgangspunkt war ein eigenes deutsches Gedicht, entstanden aus meiner Annäherung an griechische Musik und Lyrik. Eine befreundete Griechin übertrug es in ihr Sprachgefühl. Durch Rückübersetzung entstand eine neue deutsche Fassung, aus der englische und arabische Versionen durch muttersprachliche Freunde hervorgingen. So öffnete sich ein mehrsprachiger Klangraum. Die akustische Ebene wurde ebenfalls von mir produziert.

Bernhard Studlar: Antikapitalistisches Globalbrot / 05:00

2 Männer sitzen im Auto beim Drive-In und …

unterhalten sich über die Möglichkeit, mit kleinen Independent-Bäckereien die Welt zu erobern. Sauerteig satt!

Das Stück basiert auf einer Idee bzw. einem Originaltext von Bernhard Studlar und wurde in seinem Auto bei der Fahrt durch einen Drive-In in Wien aufgenommen. Es ist ein One-Take Hörspiel, an dem in der Nachbearbeitung nix geändert wurde.

(C) M. Knoll

Ingrid Adler, Marie Nest: FemFrequency – Ein Lebenskaleidoskop / 04:57

FemFrequency nimmt uns mit auf eine akustische Entdeckungsreise. …

Während einer vermeintlichen Meditation tauchen allerhand Erinnerungen, hängengebliebene Sinneseindrücke und Erfahrungen einer weiblich gelesenen Person auf. Die Außenwelt holt ihre Innenwelt ein. Ihr Unterbewusstsein kann sie schlussendlich auch nicht vor dem Ende retten.

Anlässlich eines Wettbewerbs haben wir uns mit dem Satz „Schließ die Augen“ auseinandergesetzt.
Wo sind wir, wenn wir unsere Augen schließen? Bei einer Meditation? Bei unseren eigenen Erinnerungen? An einem ganz anderen Ort?
Welche Gedankenfetzen und Momente schaffen es, sich in unseren Erinnerungen zu verankern? Welche Worte von anderen Menschen prägen uns, die vielleicht oft so harmlos wirken? Führt uns der Anfang zum Ende oder das Ende zum Anfang?

Vivien Schütz, Laura Rojas Aponte: Red Card / 03:00

From a NYC print shop comes a small wallet-size …

card that outlines constitutional U.S. rights intended to be read by immigrants during encounters with ICE — When democracy is tested, can rights on paper hold?
//
Auf einer kleinen roten Karte in NYC stehen die wichtigsten Verfassungsrechte – für den Moment, in dem ICE vor der Tür steht. Sie schützt Migrant:innen nicht, aber erinnert sie an ihre Rechte.

Produced for Open Call from Audio Flux with the theme „Creative Tension“

(C) David Heaton

Adi Traar: RELAXXX / 05:00

Wollen wir wirklich die längste Zeit des Tages damit verbringen, unseren neuen Lebensbegleitern daumenmäßig die Visage zu polieren? …

Können wir die Kinder wirklich nicht früh genug damit beginnen lassen? Das Handy, der Nuckel von heute? Das neue Spieglein, Spieglein an der Hand mit Antireflex? Fenster zur Welt, und dann doch nur zum Hof? Brauchen wir das wirklich? Wir finden: Nein!

Die Arbeit an einem Hörstück kommt für mich der Idee eines Gesamtkunstwerkes am Nächsten. Meine Kinder wurden von Anfang an in die Hörstücke eingebunden, mit den Jahren immer mehr.

Thomas Breher: Verifiziert / 04:48

Mark sitzt nach einem schweren Unfall in seinem brennenden Smart-Car fest. …

Die Türen sind sicherheitsverriegelt. Die KI der Versicherung weigert sich jedoch, die Notentriegelung zu aktivieren, bevor Marks Identität nicht einwandfrei geklärt ist. Um auszuschließen, dass seine Stimme KI-generiert ist, greift das System auf Marks extrem persönliche, vernetzte Daten zurück.

Das Stück kombiniert Text-to-Speech, Voice-to-Voice-KI und ein dichtes Sounddesign für maximale Immersion im brennenden Auto. Die Dialoge sind komplett TTS-generiert. Um Marks physische Panik wie Atemnot, Husten, Röcheln authentisch greifbar zu machen, habe ich diese Reaktionen selbst eingespielt und per KI-Stimmfilter transformiert. So verschmelzen klassisches Audio-Handwerk und KI-Generierung zu einer kompromisslosen, klaustrophobischen Akustik-Wand.

Jörn Kucharzeck, Sofia Telizki: Wir haben euch gewarnt / 02:25

Die Ankündigungen der Triggerwarnungen …

vor einem Hörspiel laufen aus dem Ruder.

Wir sind gerne etwas extra und als dann im Rahmen des Hörspielworkshops der Opernwerkstatt am Rhein die Idee für ein Triggerwarnunghörspiel angesprochen wurde, haben wir uns gesagt: Ja, das ist es! Wir überlegten uns, was Triggerpunkte für die Zuhörenden sein könnten, die aber total abstrakt sind, angelehnt an den Sozialmediatrend der „Ick-Liste“. Auch wollten wir eine Beziehung zwischen den beiden Sprechenden einbauen.

Dana Schuster: Tanz mit mir / 04:11

Wer „Tango“ hört hat sofort Bilder im Kopf: Tango ist …

rätselhaft, exotisch. Tango ist Verführung. Was davon ist Klischee, was Realität? Ganz sicher ist: Tango ist Musik, die Menschen bewegt – in vieler Hinsicht.

Das Hörstück entstand aus einem Gespräch zwischen Juan und mir über Tango. Unsere Rollen waren quasi vertauscht: Als Columbianer und vermeintlicher „Experte“ für Tango ist er tatsächlich derjenige, der noch nie getanzt hat und alles von mir wissen wollte über Tango – von einer Deutschen, die seit über 20 Jahren tanzt, als DJ unterwegs ist und auch darüber schreibt.

Muriel Line Blomeyer: How to Louvre / 03:00

Wir alle haben den Raub rund um den Louvre mitbekommen. …

Doch was dabei wirklich passiert ist, weiß keiner. Oder doch? „How to Louvre“ ist ein komödiantisches Kurzhörspiel.


Kategorie: Der Mikroflitzer (#DMF)

Der MikroFlitzer ist die Kategorie der Hörspiele, die maximal 60 Sekunden lang sind, unter Zeitdruck (14 Tage) produziert wurden, …

und zwei Vorgaben erfüllen: einen Satz und ein Geräusch! Dieses Jahr waren es der Satz „Ich kann das alles nicht mehr hören!“ und das Geräusch „überschießender Hoffnung„.

Lisa Paladino: Das Einhorn / 01:00

Rentnerin Evi Mühlenberg hat ein Problem.

Sie hat ein Einhorn im Klo. Ob der Technische Support da weiterhelfen kann?

Armin Himmelrath: Halt’s Maul / 01:00

Überreiztheit ist bei manchen Professionen Grundvoraussetzung – und sorgt manchmal für unerwartete Reaktionen.

Das Hörspiel ist eine Einladung zum Workshopbesuch bei einem Seminar zur Stärkung des Teamgedankens.

Alexander Scheutzow: Hoffnung für Dich! / 01:00

Der Wahlkampf der HfD steht unter …

dem Slogan „Hoffnung für Dich“ und wartet mit brandneuer Technik auf – wird sie uns, wie gehofft, elektrisieren?

Andreas Miller, Christian Huchthausen: Ketchup oder Mayo / 01:00

Stell dir einen Grillmeister vor, …

der an einer scheinbar lächerlichen Frage allmählich um den Verstand kommt: Ketchup oder Mayo?

Mit trockenem Humor zeigt das Hörstück, wie selbst die winzigen Entscheidungen Gewicht bekommen und zum Spiegel unserer Zeit und der eigenen Überforderung werden.

Timo Sieke: Kraft Spray / 01:00

So hört es sich an, wenn eine demokratiefeindliche Ideologie gegen die Wand fährt.

Respekt gegenüber Mensch und Natur, und der Schutz von Vielfalt, Freiheit, Minderheiten und Demokratie sind mir wichtig. Deshalb musste ich dieses Hörspiel produzieren, auch wenn es schwer fiel, die provozierende und beleidigende Sprache aufzunehmen und zu bearbeiten.

Peter Vittoria: Leon geht es gut / 01:00

Kinder ab der Generation Alpha

wachsen mit dem Internet auf, soziale Medien begleiten sie rund um die Uhr. Doch wie viel Konsum ist noch vertretbar – und ab wann ist ein Kind übersteuert?

Als Betreuer an einer Schule, an der während des Unterrichts Handyverbot herrscht, erlebt man dennoch, wie omnipräsent das Internet und die sozialen Medien sind – im Guten wie im Schlechten.

Gabriele Heller: Nothing but hope / 01:00

How much more content does the world need?

Silvina Iris Himmelrath: Stille / 01:00

In diesem Kurzhörspiel geht es um die Gegensätze …

von Stille und Lärm, Leben und Tod, Verzweiflung und Hoffnung: eine kurze Minute als Gratwanderung des Lebens.

Helmut Hostnig: Trump / 01:00

Wer sehnt sich nicht zurück …

in eine Zeit, in welcher der Präsident der Vereinigten Staaten noch nicht oder nicht schon wieder Trump hieß. Er bedient die Medienorgel wie kein anderer vor ihm und bombardiert uns regelrecht mit Botschaften, die anfänglich noch Empörung auslösten, mittlerweile aber hat Erschöpfung sie abgelöst. Flood the zone with shit. Steven Bannons Anleitung für die Agenda 2025 ist aufgegangen.

Nic Romm: Wer lässt den Sack platzen? / 01:00

Eine Spielshow. Ein Sack voller Hoffnung. Und drei junge talentierte Kandidatinnen.

Wie immer – ganz kurzfristig und auf die letzte Minute zusammengebastelt für den Mikroflitzer.

(C) Gern