\\\ The Burning Mic 2020 – Die Nominierten

Internationaler Wettbewerb für nicht-deutschsprache Stücke von 60 Sekunden bis 60 Minuten (#TMB).
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BHF2020_TBM-Ergebnis Nach Abschluss des Wettbewerbs konnte man hier für seine Lieblingsstücke abstimmen. Die Preisträgerstücke des Publikumspreises sind auf Platz 3: „Not in the Cards“ von Vivien Schütz, auf Platz 2: „A walking Scientist“ von Jasmina Al-Qaisi und Platz 1: „3 Minutes of Silence“ von Wederik De Backer.

At the end of the competition you could vote for your favourite pieces here. The winner pieces of the audience award are on number 3: „Not in the Cards“ by Vivien Schütz, on number 2: „A walking Scientist“ by Jasmina Al-Qaisi and on number 1: „3 Minutes of Silence“ by Wederik De Backer.

 Jasmina Al-Qaisi: A Walking Scientist / 14:21

„Das Stück zieht dünne Linien zwischen Imagination und Realität anhand einer merkwürdigen, aber alltäglichen Lebenssituation – dem Verpassen eines Flugs. Der Monolog führt den Zuhörer durch verschiedene geräuschhafte Schichten einer Stimme, die die Gedanken eines zukünftig-vergangenen Selbst repräsentiert, die von nagenden Schuldgefühlen ablenken. Im Mittelpunkt des Stücks steht die Schaffung einer neuen Identität in einer möglichen Zukunft: die eines wandelnden Wissenschaftlers, eines humorvolles Wesens, eines Dissidenten, der zwischen Gesellschaftskritik und Anpassung an ein vom Kapital regiertes Leben mäandert.“

Al-Qaisi_A walking scientist_eng_dt (PDF)

„The play is drawing thin lines between imagination and reality in an odd, yet common life situation – missing a flight. The monologue takes the listener through different noisy layers of one voice that represents the thoughts of a future-past self which diverts racing thoughts of guilt. The play is centered around creating a new identity in a possible future: a walking scientist, a humorous being, but also an occasion for social critique from a dissident to conforming with a life ruled by capital.“

Joseph Baader: Inside the Surface/ 18:26

„Mit einem Eishockeyschläger, einem Kassettenrecorder und zwei Mikrophonen zog er los. Dann wurde damit gerieben, gekratzt, geschlagen und – aufgenommen. Klänge, die entstehen wenn der Eishockeyschläger über verschiedene Oberflächen gleitet. Kurz nach seinem Tod entdecken Wissenschaftler*innen sein Soundarchiv und tauchen ein in eine seltsame, poetische Welt aus Oberflächen.“

Bader_Inside the Surface eng-dt (PDF)

„He set off with an ice hockey stick, a cassette recorder and two microphones. Then there was rubbing, scratching, hitting and recording. Sounds that arise when the ice hockey stick glides over different surfaces. Shortly after his death, scientists discovered his sound archive and immersed themselves in a strange, poetic world of surfaces.“

Wederik De Backer: 3 Minutes of Silence / 03:29

„Eine Zeitlang war es ruhig.
Dann dauerte es etwas länger.
Bis die Stille so laut wurde,
dass nur das GPS es gewagt hat, sie zu brechen.‘
Dies ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auf dem Rücksitz eines Autos sitzt. Auf dem Vordersitz sitzen seine Eltern, die seit mehr als zwanzig Jahren geschieden sind. Zu hören ist ein Bericht über eine Autofahrt, die in Schweigen gehüllt ist.“

De Backer_3 Minutes of Silence eng-dt (PDF)

„It was quiet for a while.
Then it took a little longer.
Until the silence became so loud,
that only the GPS dared to break it.‘
This is the story of a young man sitting in the back seat of a car. In the front are his parents, who have been divorced for more than twenty years. What you hear is a report of a car ride, wrapped in silence.“

Lutz-Nikolaus Kratzer: Lecture/ 03:56

„Der Nicht-Muttersprachler Lutz Nikolaus Kratzer erhält um 3 Uhr morgens einen Anruf von seinem muttersprachlichen Freund Francis. Thema ist das Songwriting und die Wichtigkeit, die richtigen Worte zu finden.“

„Non native speaker Lutz Nikolaus Kratzer gets a call from his native speaker friend Francis at 3 a.m. in the morning. Subject is songwriting and the importance of getting the words right.“

Vivien Schütz: Not in the Cards/ 18:44

„Erzählt wird die Geschichte eines blind geboren, älteren schwulen Mannes aus Brooklyn und von seiner Suche nach zwischenmenschlichen Kontakten. Es wirft die Frage auf, ob und inwieweit Menschen ohne romantische Beziehungen glücklich sein können. Im Laufe vieler Wochen besuchte ich [Vivien Schütz] Robert in seiner Einzimmerwohnung, die er nur noch selten verlässt. Sein einziger Kontakt mit der Aussenwelt besteht in Telefonaten und Besuchen von Hausangestellten, die er als Freunde betrachtet.“

Schuetz_Not in the cards eng-dt (PDF)

„The piece tells the story of an elderly gay man from Brooklyn, who was born blind, and his search for interpersonal contact. It poses the question, if and to what extent people can be happy without romantic relationships. Over the course of many weeks, I [Vivien Schütz] went to visit Robert in his one-room apartment, which he rarely leaves these days. His only contact with the outside world exists through phone calls and visits from in-home aides whom he considers friends.“

Andy Short (Improbable Players): End of the Line – Annie/ 19:16

„Jede Geschichte der Reihe „End of the Line – Audiodramen von der Epidemie“ ist eine dramatische Wiederherstellung davon, wie eine Sucht inmitten der Opioid-Epidemie beginnt. In jeder Episode wird von einem Darsteller die Genesungsphase nachgespielt, gefolgt von einem Gespräch des Darstellers mit der Person, auf deren Geschichte die Episode basiert. Die Hörspiele basieren auf Theaterstücken.“

Each story of the sequenz „End of the Line – Audio dramas from the epidemic“ is a dramatic recreation of how addiction starts amid the opioid epidemic. Each episode is acted out by a performer in recovery and followed by a conversation between that actor and the person whose story the episode is based on. The audio dramas base on plays on stage.“

Fußnote: Die Texte zu den Stücken sind Selbstbeschreibungen der Macherinnen und Macher.
Die für jedes Hörspiel eigens entwickelten Visuals stammen von Josef Maria Schäfers.

Footnote: The texts about the pieces are selfdescriptions of the makers.
The visuals specially developed for each radio play were created by Josef Maria Schäfers.