Das 1. Berliner Hörspielfestival 2008 – Das Programm

Frei­tag, 15. August

18.00 Uhr /// MACKEN RITZEN NEUBAUBLOCK

S wie Star und P wie Psy­cho­se / 16:12
von Andrea Rothen­burg (Aus­schnitt)
Eine jun­ge Frau, die an einer Psy­cho­se erkrankt ist, spricht über den Aus­bruch ihrer Erkran­kung und den Zusam­men­hang mit dem Kon­sum von Can­na­bis.

Ein­fach nur beknackt? / 53:00
von Thors­ten Stehn­ke (Wett­be­werb)
Herr Fahr­mann merkt, dass mit ihm schein­bar etwas nicht stimmt und sucht sich Hil­fe bei einem Psy­cha­ter den er vor eini­ger Zeit mal flüch­tig ken­nen­ge­lernt hat…

Wer­den Sie Mit­glied / 40:00
von Josef Klein­dienst (Aus­schnitt)
Atmo­sphä­ri­sche Zustand­be­schrei­bung.

Aus­ge­räumt / 54:00
von Sebas­ti­an Hocke (Wett­be­werb)
Nächt­li­che Anru­fe, das uner­war­te­te Auf­tau­chen einer Pis­to­le und eine unheim­li­che Begeg­nung im Trep­pen­flur las­sen das Leben des arbeits­lo­sen Stahl­ar­bei­ters Kro­schin­ski dra­ma­tisch aus den Fugen gera­ten.

Die Stim­me des Fol­te­rers / 42:00
von Jan Treu­ner (Aus­schnitt)
Die Toch­ter einer in Argen­ti­ni­en gefol­ter­ten Frau ver­sucht zu ver­ste­hen …

Mein Kör­per ist ein Schlacht­feld / 42:52
von Elo­die Pas­cal (Wett­be­werb)
Aus­gangs- und End­punkt ist der Kör­per: Er ist der Aus­tra­gungs­ort inne­rer Schlach­ten, wird mit Rasier­klin­gen geschnit­ten, gemei­ßelt, gerammt und das nicht nur weil es weh tut.

 

20.30 Uhr /// AKKUMENSCH UND LEISTUNGSHELD

Akku alle / 1:16
von Susan­ne Franz­mey­er
Ankes Akku ist gleich alle. Kann ihr noch gehol­fen wer­den?

Hel­den : tot / 51:00
von Ste­fan Sprang (Wett­be­werb)
M. Wenn­mann hat einen ulti­ma­ti­ven Wer­be­slo­gan kre­iert. Als er den­noch plötz­lich sei­nen Job ver­liert, sinnt er auf Rache. Wenn­mann beginnt sein Ver­mächt­nis für die Nach­welt auf­zu­zeich­nen …

F.O.B Free on Board / 31:01
von Mar­ga­reth Obexer (Aus­schnitt)
Eine jun­ge Frau, kurz vor einem Vor­stel­lungs­ge­spräch – es ist nicht das ers­te. An der Uni gehör­te sie zu den Bes­ten, und als ihr der ers­te Job ange­bo­ten wird, sagt sie „abseh­bar – das war abseh­bar“

Mal Sehen / 27:00
von Sebas­ti­an Hänel (Aus­schnitt)
Nach einem schwe­ren Schick­sals­schlag muss Chris­ti­an Dem­mer einen Weg zurück zu einem­ge­wis­sen All­tag fin­den. Dass es für ihn nicht leicht ist hat er erwar­tet, aber er ent­deckt etwas für sich…

Gelöst, ent­spannt und locker / 16:21
von Tom Heit­hoff
Grün­de, die Fas­sung zu ver­lie­ren, gibt es mas­sen­haft. Wir brau­chen drin­gend einen Ent­span­nungs­trai­ner. Doch bei einem hilft auch das nichts mehr. Er lan­det in der Psych­ia­trie – stell­ver­tre­tend für uns alle.

 

Sams­tag 16. August

18 .00 Uhr /// PISTOLENSCHUSS VOR SPORTGENUSS

Letz­te Bil­der /
von Jan Decker (Aus­schnitt)
Erzählt wird die Geschich­te eines Men­schen, der im Ster­ben liegt. Aus der Per­spek­ti­ve sei­nes Bewusst­seins erfährt der Zuhö­rer, wie Kind­heits­er­in­ne­run­gen wie­der wahr­nehm­bar wer­den, wäh­rend die eigent­lich greif­ba­re Welt mehr und mehr ent­rückt. Ein unge­wöhn­li­cher Hör- Mono­log aus Spra­che und Geräu­schen, der das Ende einer inne­ren Welt wie­der­gibt.

Tages Todes­tag / 41:30
von Kristoff­er Keu­del (Wett­be­werb)
Fünf Men­schen sind an einem ein­schnei­den­den Punkt ihrer Bio­gra­fie und durch ein Geflecht von Bezie­hun­gen mit­ein­an­der ver­bun­den. Sie tei­len das Pro­blem, von etwas nicht los­las­sen zu kön­nen und sie haben alle ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­blem. Ihre Schick­sa­le wer­den ver­dich­tet und schlag­licht­ar­tig vor­ge­stellt. Der Hörer beob­ach­tet das gro­ße Miss­ver­ste­hen der Figu­ren, ihre Wün­sche, ihr Bemü­hen und Schei­tern. Dazwi­schen bewegt sich der Hund „Tage“, die pas­siv tra­gi­sche Titel­fi­gur. Bis sich ein Schuss löst und alles ver­än­dert …

Über den Mit­men­schen / 8:11
von Paul M. Wasch­kau (Aus­schnitt)
AUFSCHREI EINES ELENDEN, eines MITTERNACHTSZOMBIES, eines BLUTEGELS, einer GEIERLUNGE, eines Hyä­nen­Her­zes über Ver­tu­schun­gen & Ver­schleie­run­gen, über VERLUSTE von ZEIT in der Wirk­lich­keit.

Es war ein­mal ein Mäd­chen / 23:50
von Frau­ke Schmidt (Aus­schnitt)
Frag­men­ta­risch wird das Leben einer jun­gen, auf­stre­ben­den Eis­kunst­läu­fe­rin dar­ge­stellt. So ziel­si­cher sie sich auch auf der dün­nen Ober­flä­che zu bewe­gen mag, Medi­en­druck und All­tag brin­gen sie nach und nach von ihrem Weg ab.

Der König von Lankum / 51:41
von Sabi­ne Stein (Wett­be­werb)
Nach sei­nem frü­hen Tod wird der Dis­kus­wer­fer und Olym­pia­sie­ger Georg Kunz zur Legen­de. Freun­de und Weg­ge­fähr­ten erin­nern sich an ihn und zeich­nen sei­nen Weg zwi­schen Ruhm und Nie­der­la­gen nach.

 

20.30 Uhr /// DAS KURZE BRENNENDE MIKRO

Kurz­hör­spie­le im Wett­be­werb. Das Publi­kum wählt – mit anschlie­ßen­der Preis­ver­lei­hung.
Die genaue Rei­hen­fol­ge der Stü­cke wird aus­ge­lost.

01 / Am ande­ren Ort /14:30
von Doro­thea von Hind­te
„Am ande­ren Ort“ han­delt von Anna und Domi­nik und ihrer gemein­sa­men Lie­bes­ge­schich­te, die ein Ende fin­det, als Domi­nik beschließt, dem All­tag mit sei­nen Pflich­ten zu ent­flie­hen.

02 / Beim Baden ver­schwun­den / 4:10
von Dirk Har­de­gen
Ein Voll­bad, dass sich gewa­schen hat. Der Traum vom relax­ten Warm­ba­de­tag daheim säuft bit­ter­lich ab – und wird zum Alb­traum..

03 / Big­gi und Stef­fi / 4:20
von Chris­ti­an Ber­ner und Frank Schült­ge
Zwei jun­ge Ber­li­ne­rin­nen hal­ten Small­talk. Wer dem Inhalt der Unter­hal­tung folgt, spielt auto­ma­tisch ein akus­ti­sches Quiz um Begrif­fe und sprach­li­che Wen­dun­gen.

04 / Buch Heu­te: Durch­schnitts­ro­man & Buch­mes­se Live / 9:01 + 10:42
von Jakob Schie­fer
Durch­schnitts­ro­man: Mit einem gigan­ti­schen Neu­erschei­nungs­pro­jekt stellt die Lite­ra­tur­in­dus­trie wie­der ein­mal ihren Ide­en­reich­tum unter Beweis. Wol­len Leser, Auto­ren und Ver­le­ger im Grun­de nicht alle das­sel­be?
Buch­mes­se live: Das lite­ra­ri­sche Groß­ereig­nis über­trifft alle bis­he­ri­gen Rekor­de … Ein akus­ti­scher Rund­gang mit dem Chef­in­ten­dan­ten zeigt, welch immenser Auf­wand hin­ter der Insze­nie­rung mit über 440.000 Dar­stel­lern steckt …

05 / Fami­ly Affairs / 4:00
von Nina Weni­ger und Alex­an­der Schuh­ma­cher
Die Kraft des Über­ze­ungs­wil­lens …

06 / Ganz neue Män­ner / 15:50
von Tom Heit­hoff
Eine Eck­knei­pe am Ber­li­ner Her­mann­platz mau­sert sich zum Umschlag­platz für Haus­halts­fra­gen. Eine neue Gene­ra­ti­on von Bier­trin­kern macht sich am Tre­sen breit. Es sind „ganz neue Män­ner“…

07 / Gutensohn–Urzeugungsphänomene als reak­ti­ve Belas­tungs­sym­pto­ma­tik / 18:00
von Mai­ke Mumm
Im Rah­men sei­ner Diplom­ar­beit gerät Chris­ti­an Guten­sohn an die Gren­zen sei­ner nerv­li­chen Belast­bar­keit. Als er die­se mutig über­schrei­tet, stößt er auf eine wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis, die es in sich hat.

08 / Kal­le wohin mit dir? / 12:32
von Mat­thi­as Bax­mann
Die Ster­be­hil­fe ist voll­zo­gen. Tief­ge­fro­ren war­tet Kal­le zwi­schen Fein­frost und Kamm­fleisch auf ange­mes­se­ne Bestat­tung. Doch wohin mit sei­nem Gefähr­ten, wenn man nicht ein­mal des­sen Kon­fes­si­on kennt?

09 / Sta­pel Wei­se / 19:58
von Ame­lie Soy­ka und Alex­an­der Hardt
In fünf Küchen über­ein­an­der ent­fal­ten sich ver­schie­de­ne Wel­ten, je nach Uhr­zeit, Lebens­la­ge, Geschmack – fünf Geschich­ten über Men­schen, die gemein­sam oder ein­sam essen, die alles satt haben oder hung­rig sind nach mehr.

10 / Low­cut / 10:10
von Simon Kam­phans, Chris­ti­an Wese­ner und Mac Kas­pe­rek
Der Ter­ri­er Lar­ry hat beim Pokern ver­lo­ren. Sei­ne Spiel­schul­den löst er ein, indem er anstel­le sei­nes Kon­kur­ren­ten Bri­an zum Tier­arzt geht…

11 / Train Woma­ni­zing / 10:00
von Mar­kus Behr
Immer häu­fi­ger gehen Män­ner im Zug auf Braut­schau! Lau­schen Sie beken­nen­den Train Woma­ni­zern und Ziel­per­so­nen im O-Ton, ver­fol­gen Sie einen atem­be­rau­ben­den TW-Wett­kampf und hören Sie, was die Frau­en­in­itia­ti­ve Ankunft ohne Anma­che zu all dem sagt …

12 / Ver­schluckt / 5:07
von Susan­ne Franz­mey­er
Die Erzäh­le­rin ver­schluckt sich – mit fata­len Fol­gen …

13 / Wir sind nicht das Ende / 10:30
von Cars­ten Bran­dau
Eine Nacht im Leben der Frau, die mit einem der Ter­ror­pi­lo­ten vom 11.9.2001 ver­hei­ra­tet war. Wie ergeht es einer Lie­be im Stru­del von Ter­ror und Gewalt?

 

Sonn­tag, 17. August

18.00 Uhr /// KÜSSEN, KITTEN, KLEBEN

Mit­te Nacht ist neu­er Tag / 38:17
von Clau­dia Sol­le (Aus­schnitt)
Ein Tag im Gedan­ken­la­by­rinth von Tom, der nach einem schwe­ren Unfall ein Jahr im Koma lag …

Glücks­stadt / 32:00
von Dirk Schmoll (Aus­schnitt)
Ein Ehe­paar unter­wegs zum Ort ihrer ers­ten Lie­be. Ein Neu­an­fang soll mit einem Besuch in
Glücks­stadt gefei­ert wer­den, doch es kommt ganz anders …

Sisy­phos-Gesprä­che / 23:00
von Lara Sophie Mila­gro (Aus­schnitt)
Eine Bezie­hung zu haben ist eine schö­ne Sache. Hin­ter dem ers­ten Ver­liebt­heits-Rausch lau­ert jedoch har­te Arbeit: Regeln müs­sen for­mu­liert, Posi­tio­nen ange­gli­chen, Grund­satz­fra­gen aus­dis­ku­tiert wer­den, In Sisy­phos-Gesprä­che’ ver­sucht sich ein Pär­chen in genau die­sen Dis­zi­pli­nen und ver­strickt sich dabei über drei Akte hin­weg in Gesprächs-Schlau­fen, die uns wohl allen irgend­wie ver­traut sind, und nicht sel­ten gro­tes­ke Komik pro­du­zie­ren.

Wie Vater und Mut­ter trotz allem ein Kind bekom­men / 5:00
von Arne Rau­ten­berg
Was pas­siert, wenn der lust­vol­le Ver­rat an der eige­nen Zeu­gung mehr Raum bekommt, als einem eigent­lich lieb sein könn­te? Wenn die schöns­te Sache der Welt plötz­lich psy­che­de­lisch kon­ta­mi­niert wird? Das Hör­stück „Wie Vater und Mut­ter trotz allem ein Kind bekom­men“ gibt Auf­schluss über die­se Fra­gen und amü­siert, ohne die Dra­ma­tur­gie der Evo­lu­ti­on aus dem Auge zu ver­lie­ren.

Den Einen, die Eine / 24:39
von Mia Frim­mer (Wett­be­werb)
„Jetzt geht bei mir schon wie­der die­ser Film los. Nur weil ich wie­der mal glück­lich bin. Wenn auch erst seit Kur­zem. Aber das ers­te Mal ernst­haft.“ „Ich hab’ dann die gan­ze Packung Chips allei­ne geges­sen und fern­ge­se­hen.“ Eine Text- und Sound­col­la­ge zum The­ma Lie­be.

Über die Lie­be / 4:30
von Vic­to­ria-Loui­se Seif­ried – live !
Das Hör­spiel besteht aus sechs auf­ein­an­der abge­stimm­ten Tex­ten ver­schie­de­ner Län­ge, die das The­ma ‚Mensch‘ sprach­ge­wal­tig und dich­te­risch in den Mit­tel­punkt rücken, teils aus per­sön­li­cher, aber auch aus geschicht­li­cher, sowie sozi­al­kri­ti­scher Sicht.

 

19.00 Uhr /// FRISCH GEPRESSTE FANTASY*

Der Häft­ling des Monats / 29:59
von Mario Dircks (Wett­be­werb)
Felix, ein jun­ger Mann von 23 Jah­ren, wird ohne Grund ver­haf­tet und in eine Zel­le gesteckt, in der er die 20 jäh­ri­ge Nina vor­fin­det. Sie erzählt ihm eine Geschich­te, die ihn vor die Wahl stellt, sein Welt­bild zu ändern oder sein Leben zu ver­lie­ren.

Die Aben­teu­er des edlen Don Alfon­so / 47:54
von Frank Schült­ge und Chris­ti­an Ber­ner (Aus­schnitt)
Der spa­ni­sche Edel­mann Don Alfon­so berich­tet von sei­nen unter­schied­lich glaub­wür­di­gen Aben­teu­rern mit Räu­bern, Pira­ten und Ein­ge­bo­re­nen.

Zom­bie / 12:05
von Dirk Har­de­gen
Zwei Jugend­li­che ent­schlie­ßen sich zu einem Spon­ti-Pro­test vor den Toren des geheim­nis­vol­len Che­mie­kon­zerns vor den Toren der Stadt, der durch eine Rei­he von Stör- und Unfäl­len in die Schlag­zei­len gera­ten ist. Der Aus­flug der bei­den endet töd­lich.

Edis­ni / 24:38
von Jens-Uwe Bar­tho­lo­mä­us (Wett­be­werb)
Eine Hom­mage an sei­ne eige­ne Gat­tung. Indem es zwi­schen ver­schie­de­nen Gen­res wie Avant­gar­de, Kri­mi und Fan­ta­sy sowie zwi­schen unter­schied­li­chen Erzähl­ebe­nen wild hin- und her­wech­selt.

Das Reich der vier Säf­te – Eine Low­Fi-Ope­ret­te / 40:00
von Mar­kus Behr (Wett­be­werb)
In der Fes­tung des Froh­sinns trinkt man Sekt bei Swim­ming-Pool-Par­ties, in der City des Zorns wird Whis­ky getrun­ken und Mau-Mau gespielt, in der Stadt der Schwer­mut genießt man Rot­wein am Strand, im Tal der Träg­heit trinkt man Bier und schläft dabei ein. Doch irgend­wann ver­lie­ren die Säf­te ihre Wir­kung, und die Ord­nung im Reich droht gestört zu wer­den…

* kann Spu­ren von Lieb­schaft ent­hal­ten

 

21.00 Uhr /// Preis­vers­lei­hung DAS LANGE BRENNENDE MIKRO

Ver­lei­hung des Jury­prei­ses für das bes­te Lang­hör­spiel

21.30 Uhr – und zugu­ter­letzt Abschluss des Fes­ti­vals mit den Gewin­ner­stü­cken

/// Das kur­ze bren­nen­de Mikro

/// Das lan­ge bren­nen­de Mikro

 

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