11. Vorspiel zum 6. BHF

Am (Grün-)Donnerstag,  den 2. April 2015 um 20.00 Uhr
fin­det im Café ana y otto, Tha­er­str. 19, 10249 Ber­lin
das letz­te Vor­spiel vor dem 6. Ber­li­ner Hör­spiel­fes­ti­val (24.–26. April) statt.

Jennifer Egan: Black Box

Mit: Lui­se Helm
sowie Alex­an­der Titeev, Lydia Roscher, Tho­mas Deh­ler, Frie­de­ri­ke Gri­go­leit, Caro­lin Haupt und Jere­mi­as Koschorz
Regie: David Fisch­bach
Län­ge: 79 Min.

Seit dem Ers­ten Welt­krieg steht der Begriff „Black Box“ für ein erbeu­te­tes Feind­ge­rät unbe­kann­ter Funk­ti­on, das man bei Stra­fe der Explo­si­on nicht öff­nen soll­te. In Jen­ni­fer Egans Roman ist die­se „Black Box“ eine namen­lo­se Agen­tin, die nie selbst in Erschei­nung tritt. Sie ist die Adres­sa­tin von kur­zen „Feld­in­struk­tio­nen“ und von ideo­lo­gi­schen Wort­kon­zen­tra­ten. Ihr Kör­per wur­de zu einem Auf­zeich­nungs- und Sen­de­ge­rät auf­ge­rüs­tet. In David Fisch­bachs Insze­nie­rung zieht der Sog Spra­che und das meis­ter­haf­te Sound­de­signs digi­ta­ler Stör­ge­räu­sche einen immer tie­fer in die Thril­ler­hand­lung hin­ein.
Jen­ni­fer Egans Thril­ler wur­de zunächst vom dem US-Maga­zin „The New Yor­ker“ (und spä­ter vom „Spie­gel“) auf Twit­ter ver­öf­fent­licht — in suk­zes­si­ve ver­sen­de­ten Text­ein­hei­ten von maxi­mal 140 Zei­chen. Die­se bil­den die Mosa­ik­stei­ne der unge­kürz­ten Hör­spiel­ad­ap­ti­on.

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Im Anschluss: der Regis­seur und Buch­funk-Ver­le­ger David Fisch­bach im Gespräch.

 

ana-y-otto

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